Bishkek: Erste Tage
Kirgistan ist eine andere Welt als die Schweiz, das haben wir bereits kurz nach der
Landung bemerkt: Am Flughafen standen maximal 10 Gepäckwagen zur Verfügung und auf
der Strasse bei der Autofahrt gibt's scheinbar keine oder zumindest für uns (noch)
nicht erkennbare Regeln. Evgeniy hat uns aber sicher in die Agentur gebracht. Da hat
bis jetzt alles perfekt geklappt.
Viel Material haben wir eingeflogen, insgesamt ca. 120kg Übergepäck, das sogar auch
pünktlich da angekommen ist. In Bishkek mussten wir nun noch Unmengen an Essen und
restlichem Material fürs Basecamp posten gehen.
Der Bazar in Bishkek bietet alles, was das Herz begehrt. Ein lokaler Guide ist aber
zwingend notwendig, um sich im Gewühl einigermassen zurechtzufinden. Oder aber man
rechnet zusätzlich einen Tag mehr ein, um wieder herauszukommen...
Unsere in der Schweiz gestartete Einkaufsorgie haben wir auf dem Bazar erfolgreich
weitergeführt, insgesamt sind nun 12kg Käse, 6kg Fleisch, 6kg Trockenfrüchte, 15kg
Pasta, Reis, Polenta und Härdöpfel, 10kg Gemüse, 8kg Früchte und 15kg Mehl
zusammengekommen und in 3 Fässer à 55l resp. 65l eingepackt worden. In Karakol, der
nächsten Station die wir morgen ansteuern, müssen wir nun noch Bier und die von Jürg
gewünschten 60 Eier organisieren.
Die Sprachbarriere überwinden wir fortlaufend mit dem Erweitern unseres russischen
Wortschatzes. Beim Bestellen der angemessenen Mengen beim Nachtessen hapert es aber
noch: Gestern bestellten wir darum 4 Familienpizzas, obwohl uns der Service schon da
ungläubig angelacht hat. 3 davon wurden mit grösstem Kampf im Restaurant verdrückt,
die Vierte haben wir dann nach Hause genommen und bis spät am nächsten Tag keinen
Hunger mehr gehabt...
