Laufende Vorbereitungen 2.0

Wir sind mitten in den Vorbereitungen für unseren Trip ins Kaindytal. Dazu gehören Organisation mit der lokalen Agentur in Bishkek, Diskussionen mit Sponsoren und Supportern, Kontaktaufnahme mit der lokalen Botschaft in Bishkek, Beschaffung von fehlendem Material, zusammen Grillieren, diverse intensive Abklärungen zu Navi, Kommunikationsmittel, Medikamente usw., testen der erhaltenen Kleidung und Rucksäcke, ... Die Liste ist lang (und vor allem länger als wir uns manchmal wünschten) -nicht weil wir keinen Plausch an den Vorbereitungen hätten. Nein, weil einfach die Zeit extrem schnell voranschreitet. Es kommt mir so vor, als hätten wir erst vor kurzem den Gedanken gefasst, zusammen diesen Sommer etwas zu unternehmen. Und nun sind gerade noch sieben Wochen übrig, alles zu organisieren. Aber erst einmal der Reihe nach.

Organisation mit der lokalen Agentur in Bishek

Der erste Kontakt mit der Agentur Tien Shan Travel in Bishkek hat gemäss meiner Mail-Historie Anfangs März stattgefunden. Damals noch ein kurzes Mail an irgendeine Emailadresse der Agentur, das aber erstaunlich bald und in erstaunlich gut verständlichem Englisch beantwortet wurde. Aufmerksam wurden wir auf diese Agentur durch kurze Nachfrage beim Veranstalter Kobler und Partner sowie durch die ausführliche Dokumentation einer britischen Expedition ins Djangart Valley im Tien Shan. Bei der Unterstützung durch eine lokale Agentur geht es uns primär um die Organisation des Helikoptertransportes/Transporte mit Fahrzeugen, Übernachtungen vor und bei An- und Rückreise, Besorgen der Permits (Grenzregion zu China und Kasachstan) usw. Schon bald hatten wir eine erste Offerte und fanden heraus, dass zum Beispiel der Helikoptertransport mit fast 8000chf minim teurer ist, als wir uns das vorgestellt hatten (zum Vergleich: der Flug Zürich-Bishkek retour kostet gerade mal 2600chf -für alle vier!). Nun, wenn dafür alles (oder zumindest fast alles) klappt, ist dieser Preis uns das wert.

Diskussion mit Sponsoren und Supportern

  • Outdoor Research wird uns mit Kleidung unterstützen
  • Rucksäcke erhalten wir von Bach
  • beim technischen Material vertrauen wir auf die Beratung und das Angebot vom Massiv Sport
  • Zelte, Kocher, ... können wir zu guten Konditionen bei Icon Outdoor & Cascade Designs beziehen
  • finanzielle Unterstützung haben wir von Borm, SAC, ...

Wir sind natürlich sehr froh um diese Unterstützung, das Organisieren und die Diskussionen sind aber auch zeit intensiv.

Zusammenstellen/Beschaffung von fehlendem Material

Natürlich stellte sich auch die Frage, wie viel von was wir ins Tien Shan mitnehmen. Welche Zelte, mit oder ohne Biwaksack? Kocher? Schlafsäcke? Energiequellen für Kommunikationsmittel? Wasserfilter? und natürlich der ganze technische Karsumpel.
Obwohl ein grosser Teil des technischen Materials bereits vorhanden ist, packen wir die Gelegenheit von guten Konditionen beim Schopf und ersetzen gleich alles, was im unglücklichsten Zeitpunkt den Geist aufgeben könnte. Resultiert hat die Bestellorgie in einer Offerte von fast 13000chf... Naja, braucht man halt so.

Abklärungen zu Navi, Kommunikationsmittel, Medikamente usw.

Welche Medikamente nehmen wir mit, gibt es Einfuhrbedingungen in Kirgistan? Wir möchten gerne Bergsteigen und nicht den Allerwertesten in einem charmanten Knast absitzen... Wenn es nach den Erfahrungen von mehreren Personen aus dem Bekanntenkreis geht, die schon mehrmals in solchen Ländern unterwegs waren, sollte das kein Problem sein.
Als Kommunikationsmittel werden wir ein Satelitentelefon dabei haben. Aus Erfahrung wissen wir, dass es sinnvoll ist, ein Backup mitzunehmen. Entschieden haben wir uns nun für ein Kombi Navi-Messenger, welches als Navi aber auch als Messengerunit zum Verschicken von Nachrichten eingesetzt werden kann.

Testen der Kleidung und Rucksäcke

Eben, zum Bergsteigen wollten wir ja eigentlich. Tolle neue Kleidung, anderes neues Material wollen ausprobiert und getestet werden. Während Christof und Alex noch eine letzte Skitour auf das Gwächtenhorn unternehmen, entschied sich Jürg dazu das neue Material auf einer Familientour auf den Mürtschen zu testen. Beat ist noch zurückhaltend oder will uns einfach nicht verraten was für wilde Touren er unternommen hat oder welche Tricks er gerade auf dem Trampolin übt.

Was nun noch zu tun ist

Unsere ToDo Liste wird ständig ergänzt, das muss noch geklärt werden, dieses müssen wir auch noch organisieren. In den letzten sieben Wochen geht es vor allem noch um die üblichen Reisevorbereitungen wie Übergepäck anmelden, Packliste schreiben, sodass nicht die kleinen, nervigen Dinge vergessen gehen usw., Medikamente organisieren. Und natürlich auch den Kreislauf in Schwung halten, sodass uns nicht schon auf der Anfahrt die Puste ausgeht...